Innere weibliche Organe mit einem Stetoskop

B wie Bakterielle Vaginose

on Jan 14 2026
Contents

    Bakterielle Vaginose im Überblick

    • Definition: Die bakterielle Vaginose ist eine häufige Störung der Vaginalflora, bei der das natürliche Gleichgewicht der Bakterien gestört ist.
    • Ursache: Auslöser ist meist eine Vermehrung bestimmter anaerober Bakterien bei gleichzeitigem Rückgang schützender Laktobazillen.
    • Symptome: Typisch sind ein veränderter Vaginalausfluss und ein fischartiger Geruch, teils ohne weitere Beschwerden.
    • Gesundheitsrisiko: Unbehandelt kann die bakterielle Vaginose das Risiko für Infektionen und gynäkologische Komplikationen erhöhen.
    • Behandlung: Die Therapie erfolgt in der Regel mit Antibiotika und kann durch Maßnahmen zur Stabilisierung der Vaginalflora ergänzt werden.

    Kurze Definition

    Die bakterielle Vaginose ist eine der häufigsten vaginalen Veränderungen bei Frauen im gebärfähigen Alter. Sie beschreibt keine klassische Infektion, sondern eine Verschiebung des natürlichen bakteriellen Gleichgewichts in der Vagina.

    Bedeutung und medizinische Einordnung

    In einer gesunden Vaginalflora dominieren Milchsäurebakterien, sogenannte Laktobazillen. Sie sorgen für ein saures Milieu, das vor krankmachenden Keimen schützt. Bei einer bakteriellen Vaginose nimmt die Anzahl dieser schützenden Bakterien ab, während sich andere Bakterienarten vermehren.

    Die bakterielle Vaginose ist nicht zwangsläufig mit starken Beschwerden verbunden und bleibt daher häufig unerkannt. Medizinisch relevant ist sie dennoch, da sie mit einem erhöhten Risiko für weitere Infektionen und Komplikationen assoziiert sein kann.

    Besondere Hintergründe aus Wissenschaft und Forschung

    Aus wissenschaftlicher Sicht gilt die bakterielle Vaginose als Dysbiose, also als Ungleichgewicht eines mikrobiellen Systems. Anders als bei klassischen Infektionen steht nicht ein einzelner Erreger im Vordergrund, sondern eine komplexe Veränderung der bakteriellen Zusammensetzung.

    Forschungsergebnisse zeigen, dass hormonelle Schwankungen, sexuelle Aktivität, Vaginalspülungen oder Antibiotika die Vaginalflora beeinflussen können. Auch psychosozialer Stress wird zunehmend als möglicher Einflussfaktor untersucht.

    Spannende Fakten und Einordnung

    • Eine bakterielle Vaginose kann auch ohne Symptome auftreten.
    • Sie gilt nicht als klassische sexuell übertragbare Erkrankung, tritt jedoch häufiger bei sexuell aktiven Personen auf.
    • Ein stabiles vaginales Mikrobiom wird zunehmend als wichtiger Bestandteil der allgemeinen Frauengesundheit betrachtet.
    • Rückfälle sind möglich, weshalb präventive Maßnahmen an Bedeutung gewinnen.

    Häufige Fragen zur bakteriellen Vaginose

    Was genau passiert bei einer bakteriellen Vaginose?

    Bei einer bakteriellen Vaginose verschiebt sich das Gleichgewicht der Vaginalbakterien. Schützende Laktobazillen nehmen ab, während andere Bakterienarten überwiegen.

    Woran lässt sich eine bakterielle Vaginose erkennen?

    Typische Anzeichen sind ein veränderter, oft gräulich-weißer Ausfluss und ein unangenehmer Geruch. Manche Betroffene verspüren jedoch keine Symptome.

    Ist eine bakterielle Vaginose gefährlich?

    In vielen Fällen verläuft sie mild, kann jedoch unbehandelt das Risiko für gynäkologische Infektionen, Komplikationen in der Schwangerschaft oder andere gesundheitliche Folgen erhöhen.

    Wie wird eine bakterielle Vaginose behandelt?

    Die Standardbehandlung erfolgt meist mit Antibiotika. Ergänzend können Maßnahmen zur Stabilisierung der Vaginalflora sinnvoll sein.

    Kann man einer bakteriellen Vaginose vorbeugen?

    Eine übermäßige Intimhygiene zu vermeiden, auf Vaginalspülungen zu verzichten und das vaginale Mikrobiom zu unterstützen, gelten als präventive Ansätze.