Laktobazillen im Überblick
- Definition: Laktobazillen sind Milchsäurebakterien, die natürlicherweise im menschlichen Körper vorkommen und eine wichtige Schutzfunktion erfüllen.
- Funktion: Sie produzieren Milchsäure und tragen so zur Stabilisierung eines sauren Milieus bei, insbesondere in der Vagina und im Darm.
- Bedeutung: Ein ausreichender Anteil an Laktobazillen gilt als zentral für die Aufrechterhaltung eines gesunden Mikrobioms.
- Gesundheit: Laktobazillen schützen vor der Ansiedlung krankmachender Keime und unterstützen das Immunsystem.
- Forschung: Sie stehen im Fokus der Forschung zu Frauengesundheit, Darmgesundheit und mikrobieller Balance.
Kurze Definition - Laktobazillen
Laktobazillen sind eine Gruppe von Milchsäurebakterien, die natürlicherweise im menschlichen Körper vorkommen. Sie sind ein zentraler Bestandteil des Mikrobioms und spielen eine entscheidende Rolle für die Gesundheit von Darm, Vagina und Immunsystem.
Bedeutung
Laktobazillen sind dafür bekannt, Kohlenhydrate in Milchsäure umzuwandeln. Durch diese Milchsäureproduktion entsteht ein saures Milieu, das das Wachstum potenziell schädlicher Mikroorganismen hemmt.
Besonders in der Vaginalflora gelten Laktobazillen als dominante und schützende Bakterien. Auch im Darm tragen sie zur mikrobiellen Balance bei und unterstützen Verdauungs- sowie Immunprozesse.
Wissenschaftliche Hintergründe
Aus mikrobiologischer Sicht gehören Laktobazillen zur Gattung Lactobacillus. Die Forschung zeigt, dass unterschiedliche Laktobazillen-Stämme verschiedene Funktionen erfüllen können. Einige sind besonders effektiv in der Milchsäurebildung, andere interagieren stärker mit dem Immunsystem.
Ein Rückgang von Laktobazillen wird mit Dysbiosen in Verbindung gebracht, etwa bei bakterieller Vaginose oder bestimmten Verdauungsbeschwerden. Daher gelten sie in der Wissenschaft als wichtiger Marker für ein stabiles Mikrobiom.
Spannende Fakten zu Laktobazillen
- Laktobazillen sind nicht nur in Lebensmitteln wie Joghurt enthalten, sondern auch natürlicher Bestandteil des Körpers.
- Das vaginale Mikrobiom wird bei vielen Frauen und weiblich gelesenen Personen von Laktobazillen dominiert.
- Hormonelle Veränderungen können die Zusammensetzung der Laktobazillen beeinflussen.
- In der Forschung werden stammabhängige Effekte intensiv untersucht.
Häufige Fragen zu Laktobazillen
Was sind Laktobazillen genau?
Laktobazillen sind Milchsäurebakterien, die natürlicherweise im menschlichen Körper vorkommen und zur Stabilisierung des Mikrobioms beitragen.
Warum sind Laktobazillen für die Vaginalgesundheit wichtig?
Sie sorgen für ein saures Milieu in der Vagina, das das Wachstum unerwünschter Keime hemmt und so eine Schutzfunktion erfüllt.
Kommen Laktobazillen nur im Darm vor?
Nein. Laktobazillen finden sich unter anderem im Darm, in der Vagina, im Mundraum und auf der Haut.
Was passiert bei einem Mangel an Laktobazillen?
Ein Rückgang kann zu einer Verschiebung des mikrobiellen Gleichgewichts führen und das Risiko für Infektionen oder Dysbiosen erhöhen.
Sind alle Laktobazillen gleich?
Nein. Es existieren verschiedene Stämme mit unterschiedlichen Eigenschaften und Funktionen, die in der Forschung differenziert betrachtet werden.
