Wissen rund um Frauengesundheit
H3R Glossar & Lexikon
In unserem Glossar erklären wir die wichtigsten Begriffe rund um Frauengesundheit – klar, fundiert & verständlich. Von Hormonen über Mikronährstoffe bis hin zu typischen Beschwerden. Entdecke Wissen, das Dir hilft, Deinen Körper besser zu verstehen – und Deine Gesundheit aktiv mitzugestalten.
Alle Artikel unseres Glossars
am Jul 11 2025
Eisen im Überblick
Spurenelement: Essenziell
Wichtige Funktionen: Hämoglobinbildung, Sauerstofftransport, Energie, Immunfunktion
Tagesbedarf: Frauen 18 mg, Männer 10 mg
Mangelerscheinungen: Müdigkeit, Haarausfall, brüchige Nägel, Blässe, Konzentrationsprobleme
Eisenreiche Lebensmittel: Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte, Vollkorn, grünes Blattgemüse, Nüsse
Supplementierung: Bei erhöhtem Bedarf oder Mangel, mit Vitamin C kombinieren
Eisen ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das der Körper nicht selbst herstellen kann – es muss täglich über die Ernährung oder gezielt als Supplement aufgenommen werden. Eisen spielt eine zentrale Rolle bei der Bildung von Hämoglobin, dem Sauerstoffträger im Blut. Ohne ausreichend Eisen gerät der Sauerstofftransport ins Stocken, was zu weniger Energie, erhöhter Infektanfälligkeit und Stimmungsschwankungen führen kann.
Physiologische Funktionen
Bildung von Hämoglobin und Myoglobin für Sauerstofftransport
Unterstützung des Energiestoffwechsels
Beitrag zur kognitiven Funktion und Konzentration
Beteiligung an Immunfunktion und Zellwachstum
Bedeutung von Eisen für Frauen
Für Frauen ist Eisen besonders wichtig, da durch die Monatsblutung regelmäßig Eisenreserven verloren gehen. Auch während Schwangerschaft, bei veganer Ernährung oder starker körperlicher Belastung steigt der Bedarf. Ein Eisenmangel zeigt sich häufig durch:
Müdigkeit und Erschöpfung
Brüchige Nägel und Haarausfall
Blasse Haut und Konzentrationsprobleme
Zyklusunregelmäßigkeiten
Wichtig: Nicht nur der Hämoglobinwert zählt – ein zu niedriger Ferritinwert (Speichereisen) kann langfristig zu Erschöpfung führen, selbst wenn die Blutwerte zunächst „normal“ erscheinen. Ein großes Blutbild schafft Klarheit. In vielen Fällen kann eine gezielte Supplementierung sinnvoll sein, idealerweise abgestimmt mit Ärztin oder Therapeutin.
Magereisenreiche Lebensmittel
Rotes Fleisch (Rind, Lamm)
Geflügel und Fisch
Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Kichererbsen)
Vollkorngetreide
Grünes Blattgemüse (Spinat, Mangold)
Nüsse und Samen
Supplementierung von Eisen
Bei erhöhtem Bedarf oder Mangel können Eisenpräparate sinnvoll sein. Wichtig ist:
Absprache mit Ärztin oder Therapeutin
Optimale Kombination mit Vitamin C zur besseren Aufnahme
Vermeidung von gleichzeitiger Einnahme mit Calcium oder Kaffee/Tee
Dosisempfehlungen beachten, da zu viel Eisen toxisch sein kann
Unsere Quellen:
World Health Organization. (2011). Haemoglobin concentrations for the diagnosis of anaemia and assessment of severity.
Zimmermann MB, Hurrell RF. (2007). Nutritional iron deficiency. The Lancet, 370(9586), 511–520.
Examine.com – Iron Summary
A wie Ashwaganda (Withania somnifera)
am Jul 11 2025
Ashwagandha im Überblick
Botanischer Name: Withania somnifera
Auch bekannt als: Indischer Ginseng, Winterkirsche
Wirkung: Adaptogen, unterstützt Stressresistenz, innere Balance, Energie
Besonderheiten: Senkung des Cortisolspiegels, Verbesserung von Konzentration, Schlafqualität und Wohlbefinden
Bedeutung für Frauen: Unterstützung bei PMS, Zyklusschwankungen, Perimenopause, Wechseljahren, Schlafstörungen und chronischer Erschöpfung
Anwendung: Einnahme über mehrere Wochen empfohlen, Rücksprache bei bestehenden Erkrankungen, Medikamenteneinnahme, Schwangerschaft oder Stillzeit
Wirkungsbeginn: Meist nach mehreren Wochen regelmäßiger Einnahme
Ashwagandha, auch bekannt als „indischer Ginseng“ oder „Winterkirsche“, ist eine traditionelle Heilpflanze aus der ayurvedischen Medizin. Seit Jahrhunderten wird sie zur Förderung von Energie, Widerstandskraft und innerem Gleichgewicht eingesetzt. Als Adaptogen unterstützt Ashwagandha den Körper dabei, besser mit Stress umzugehen – sowohl auf körperlicher als auch auf mentaler Ebene.
Wirkung und Eigenschaften
Studien zeigen, dass Extrakte der Pflanze das Cortisol-Level – das wichtigste Stresshormon – senken können. Gleichzeitig können sie Konzentration, Schlafqualität und das allgemeine Wohlbefinden verbessern. Die Wirkung tritt jedoch meist erst nach einer Einnahmedauer von mehreren Wochen ein. Ashwagandha gilt daher nicht als schneller „Energie-Booster“, sondern als natürliche Unterstützung für langfristige Balance.
Bedeutung für Frauen
Für Frauen ist Ashwagandha besonders im Zusammenhang mit hormoneller Balance interessant. Es kann in verschiedenen Lebensphasen hilfreich sein, darunter:
PMS und Zyklusschwankungen
Perimenopause und Wechseljahre
Phasen von Schlafstörungen oder chronischer Erschöpfung
Hier wirkt die Pflanze unterstützend auf das Nervensystem und kann helfen, Energie- und Stimmungsschwankungen abzumildern.
Sicherheit und Anwendung von Ashwaganda
Die Einnahme sollte idealerweise über mehrere Wochen erfolgen, um nachhaltige Effekte zu erzielen. Wie bei allen pflanzlichen Heilmitteln gilt: Eine ärztliche Rücksprache wird empfohlen – insbesondere bei bestehenden Erkrankungen, der Einnahme von Medikamenten oder während Schwangerschaft und Stillzeit.
Unsere Quellen
Chandrasekhar K, Kapoor J, Anishetty S. (2012). A randomized double-blind, placebo-controlled study of the safety and efficacy of a high-concentration full-spectrum Ashwagandha extract in reducing stress and anxiety in adults. Indian Journal of Psychological Medicine, 34(3), 255–262.
Lopresti AL, Smith SJ, Malvi H, Kodgule R. (2019). An investigation into the stress-relieving and pharmacological actions of an ashwagandha (Withania somnifera) extract: A randomized, double-blind, placebo-controlled study. Medicine (Baltimore), 98(37):e17186.
Examine.com – Ashwagandha Summary
am Jul 11 2025
Melatonin im Überblick
Art: Hormon
Produktion: Zirbeldrüse, nachts, im Dunkeln
Wichtige Funktionen: Schlaf-Wach-Rhythmus, Ruhe, Regeneration, hormonelle Balance
Bedeutung für Frauen: Zyklus, Fruchtbarkeit, Perimenopause, Schlafqualität
Störfaktoren: Blaulicht, Stress, Schichtarbeit, Jetlag
Natürliche Unterstützung: Dunkelheit, Abendroutine, Schlafhygiene
Supplementierung: Kurzfristig zur Stabilisierung des Schlafrhythmus, bewusst einsetzen
Melatonin ist ein körpereigenes Hormon, das hauptsächlich in der Zirbeldrüse im Gehirn produziert wird – vor allem nachts, im Dunkeln. Es ist der wichtigste Botenstoff für unseren Schlaf-Wach-Rhythmus (zirkadianer Rhythmus) und wirkt wie ein innerer Taktgeber für Ruhe, Regeneration und hormonelle Balance. Wenn es dunkel wird, steigt der Melatoninspiegel und signalisiert dem Körper: Zeit, herunterzufahren. Am Morgen, mit Licht, sinkt der Spiegel wieder.
Physiologische Funktionen von Melatonin
Regulierung des Schlaf-Wach-Rhythmus
Förderung von Ruhe und Regeneration
Unterstützung hormoneller Balance
Einfluss auf kognitive Leistungsfähigkeit und Stimmung
Bedeutung für Frauen
Für Frauen spielt Melatonin nicht nur beim Ein- und Durchschlafen eine wichtige Rolle, sondern beeinflusst auch den Menstruationszyklus, die Fruchtbarkeit und die Symptome während der Perimenopause. Chronischer Stress, Blaulicht am Abend, Schichtarbeit oder Jetlag können die Melatoninproduktion stören. Das kann zu Einschlafproblemen, Erschöpfung, Stimmungsschwankungen oder Zyklusunregelmäßigkeiten führen.
Nahrungsergänzung mit Melatonin kann kurzfristig helfen, den Schlafrhythmus zu stabilisieren – sollte aber bewusst und nicht dauerhaft eingesetzt werden. Natürliche Helfer wie Dunkelheit, Abendroutinen und Schlafhygiene sind ebenfalls essenziell.
Nahrungsergänzung mit Melatonin
Melatonin ist essenziell für den Schlaf-Wach-Rhythmus, hormonelle Balance und mentale Regeneration. Ein gesunder Lebensstil mit Lichtregulierung, Stressmanagement und Schlafhygiene unterstützt die natürliche Produktion. Supplementierung kann gezielt zur kurzfristigen Stabilisierung eingesetzt werden.
Unsere Quellen
Hardeland R. (2012). Melatonin in aging and disease — multiple consequences of reduced secretion, options and limits of treatment. Aging and Disease, 3(2), 194–225.
Cipolla-Neto J, Amaral FG. (2018). Melatonin as a hormone: new physiological and clinical insights. Endocrine Reviews, 39(6), 990–1028.
Examine.com – Melatonin Summary
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